Für Fachleute aus der Viehwirtschaft bietet das Bankiva-Büro Schulungen an, wie :
- die Ethologie im Dienste der Herdenführung.
Es geht darum, das Tier zu verstehen, um seine Reaktionen besser vorhersehen zu können und so mehr Zeit und Sicherheit zu gewinnen. Ein Beispiel: Ein Rind weigert sich, in ein Fahrzeug einzusteigen. Da sich seine Pupillen fünfmal langsamer zurückbilden als die eines Menschen, ist das Tier beim Übergang von einer beleuchteten Umgebung (Rampe) in eine dunkle Umgebung (LKW) geblendet. Die Verdunkelung des Bahnsteigs mit einer Plane oder die Beleuchtung des LKW-Bodens kann den Tieren das Einsteigen erheblich erleichtern.
Diese Schulungen können von verschiedenen Organisationen finanziell unterstützt werden, z. B. von Vivéa, zu deren Schwerpunkten der "Ansatz zur Führung von Betrieben unter Berücksichtigung des Wohlbefindens und der Gesundheit der Tiere (einschließlich Ethologie [...])" gehört.
Bei maßgeschneiderten Schulungen können verschiedene Module behandelt werden, z. B. :
- das Wohlbefinden des Landwirts und des Tieres
- der Begriff des Tierschutzes und seine Messung
- Tierschutz in der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen (CSR)
- Ethologie und ihre Anwendung in Schlachthöfen (diese Ausbildung wurde insbesondere mit Tierarztschülern und Tierschutzbeauftragten in Schlachthöfen durchgeführt.)
Als Ausbilderin in einer vom Landwirtschaftsministerium anerkannten Organisation kann ich Schlachthofmitarbeiter in den Mindestschutzmaßnahmen bei der Tötung von Nutztieren schulen. Die Prüfung zum Erwerb des Sachkundenachweises ist in jedem Kurs enthalten.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich auszutauschen: Treffen auf dem Gelände Ihres Unternehmens, in einem Partnerbetrieb oder einer Partnerschlachtstätte oder eine Videokonferenz.
Für Berater und Techniker im Bereich der Viehzucht schlage ich vor, Folgendes zu organisieren :
- eine Informationsveranstaltung zum Thema Tierschutz.
Im Rahmen einer offenen Diskussion und eines Erfahrungsaustausches werden Techniker und Berater lernen, dieses Konzept besser zu verstehen, um besser auf Anfragen zu diesem Thema reagieren zu können (seien es Fragen von Landwirten und zukünftigen Landwirten, von Bürgern, von Wirtschaftsakteuren oder auch von den Medien).
